Aufbruch zu einer Beteiligungskultur
Seminar: Einführung in die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen
Am 23. Januar 2008 führte das Kinder- und Jugendbüro der Stadt Osnabrück ein Tagesseminar zum Thema 'Einführung in die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen' durch. 27 Kolleginnen und Kollegen städtischer Einrichtungen und Freier Träger der Jugendarbeit Osnabrücks nahmen an der internen Fortbildung im GZ Lerchenstraße teil.
Das Seminar war ein Schritt in Richtung auf die Etablierung einer breit angelegten Beteiligungskultur. Wie sich im Seminarverlauf bestätigte, gibt es bereits viele verschiedene Ansätze der Beteiligung von Kindern und Jugendlichen in der Jugendarbeit in Osnabrück. Unsere Aufgabe ist jetzt, diese Erfahrungen für eine systematische Beteiligung von Kindern und Jugendlichen in der alltäglichen Jugendarbeit zu nutzen.
Die Themen-Schwerpunkte des Seminars waren:
- Was ist Beteiligung? (Definition, Beteiligungsfelder und -formen, Rechtliche Hintergründe)
- Warum Beteiligung? (psychologische, bildungspolitische, gesellschaftliche, demokratische, wirtschaftliche, rechtliche und demografische Gründe)
- Wie gelingt Beteiligung? (Ernsthaftigkeit, Kinder und Jugendliche als Experten in eigener Sache akzeptieren, Niedrigschwelligkeit, Nachhaltigkeit, Kooperation, Transparenz)
- Schritte zur Beteiligung (Beteiligungsspirale nach Prof. Waldemar Stange)
- Partizipation in der Jugendarbeit
- Visualisierung im Partizipationsprozess (VIPP) (Prinzipien, Ziele, Vorteile, Regeln)
Rosa Jünemann und Karin Wank hatten für dieses Seminar verschiedene Einheiten vorbereitet, die sowohl Informationen über theoretische Hintergründe, wie auch praktische Übungen enthielten, in denen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die vorgestellten Methoden in Kleingruppen ausprobieren konnten.
In den Kleingruppen konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre bereits gemachten Erfahrungen mit Beteiligungsprojekten gemeinsam reflektieren und mit Hilfe der Phasen der Beteiligungsspirale in einen systematischen Zusammenhang bringen. Im Plenum wiederum wurden die Möglichkeiten und Grenzen von Beteiligung in den eigenen Arbeitszusammenhängen intensiv diskutiert. Daraus entwickelten sich erste Ideen für Beteiligung.
Die Motivation, sich auch weiterhin intensiv mit dem Thema Beteiligung auseinander zu setzen, zeigte sich nicht zuletzt in den Vorschlägen, mit welchen Themen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in nächster Zeit beschäftigen wollen. Das Kinder- und Jugendbüro wird die Kolleginnen und Kollegen in Form von Seminaren oder Coaching dabei unterstützen.
Abschließend bedankten sich alle Beteiligten beim Team des Gemeinschaftszentrums Lerchenstraße und der Schülerfirma der Felix-Nussbaum-Schule für die gute Verpflegung und die nette Betreuung.